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Der Gummischutz

Ich muss wohl so um die 13 bis 15 Jahre jung gewesen sein und entdeckte gerade ausgiebig meinen Körper. An meiner Peniswurzel und meinem Skrotum wuchsen erste Haare und ich wusste bereits sehr detailliert, wie Selbstbefriedigung funktioniert. Zu dieser Zeit war Onanieren sicher bei vielen Jungen in meinem Alter normal, obwohl sich hartnäckig das Gerücht hielt, dass zu viel Selbstbefriedigung schädlich für die Gesundheit ist. 

Wenn ich mich recht erinnere, war es damals ein schöner Herbsttag. Das Wetter war trocken und die Temperaturen moderat. Die Schule war vorüber und mir stand der Sinn nach einer kleinen Fahrradtour durchs Wohngebiet und den angrenzenden Wald. Wie viele glückliche Kinder der Deutschen Demokratischen Republik hatte auch ich ein Klappfahrrad der Marke Mifa. Mit viel Enthusiasmus hatte ich dieses Rad in den vergangenen Wochen auffällig modifiziert. Die Schutzbleche wurden als völlig nutzlos bewertet und abmontiert. Breite, grobstollige Pneus, ursprünglich für einen Fahrradanhänger gedacht, ersetzten die herkömmlichen Reifen und machten mein Fahrrad dadurch wesentlich geländegängiger. Das war wichtig für rasante Fahrten über verschlammte Waldwege. Ich fuhr also ohne direktes Ziel mit meinem blauen Fahrrad los und nahm zuerst den Weg quer über den Spielplatz in unserer Plattenbausiedlung. Vorbei an dem brummenden Stromhaus und ein mal diagonal über die Wiese zur Spielstraße, welche wie eine Art Aorta etwa ein Dutzend Wohnblöcke miteinander verband.

Schon von weitem sah ich auf dieser Spielstraße etwas in der Herbstsonne glitzern. Ich fuhr direkt darauf zu, um meine schier unbändige Neugierde zu stillen. Am Fundort angekommen, stieg ich aufgeregt vom Fahrrad und in Ermangelung eines Ständers, legte ich das Fahrrad einfach auf den über die Jahre brüchig gewordenen Asphalt. Das glitzernde Objekt war etwa 4 x 4 Zentimeter groß und in diagonaler Schrift stand über einer stilisierten Weltkugel der Schriftzug „Mondos“. Darunter prangte der Slogan „Für höchste Ansprüche feucht“. Die Verpackung war unbeschädigt und ich wusste natürlich sofort, was ich da gefunden hatte.

Wie bereits eingangs erwähnt, war ich schon einigermaßen erfahren im selbstständigen Umgang mit meiner sich rasant entwickelnden Sexualität und der Selbstbefriedigung ohne Hilfsmittel. Nun bot sich mir unerwartet die Chance, die nächste Stufe zu erklimmen und ich beschloss, das Präservativ im Eigenversuch an mir zu testen. Ich musste nur noch einen geeigneten Ort finden, wo ich das Kondom an meinem Penis ausprobieren könnte und so steckte ich das wertvolle Exemplar ein und radelte in Richtung des Waldes.

Der nahegelegene Mischwald war üppig in seiner Vegetation und die Blätter hingen noch saftig grün an den Ästen der verschiedensten Bäume. Hier boten sich mir etliche Möglichkeiten für ein ungestörtes Onanieerlebnis im dichten Unterholz. Ich kannte an die drei oder vier Plätze für ein solches Stelldichein. Gleich am ersten Fleckchen konnte ich verweilen, denn der Wald war zu diesem Zeitpunkt wenig besucht. Schon unterwegs malte ich mir in meiner Phantasie erregende Szenarien mit dem Präservativ und meiner Erektion aus, welche sich ob meiner Gedanken nun auch vehement in meiner etwas abgewetzten Kordhose bildete.

Am Zielort angekommen, vergewisserte ich mich peinlichst genau, dass ich wirklich ungestört bin und schob mein Klappfahrrad vom Waldweg in eine dichtbewachsene, mannshohe Heckengruppe. Diese grüne Oase war sehr wild gewachsen, etwa 20 Meter vom Waldweg entfernt und von außen nicht einsehbar. Im Innenbereich der vielen Hecken und Büsche war eine kleine Freifläche von ungefähr 5 Quadratmetern, welche durch den weichen, moosigen Boden ideal für mein frivoles Vorhaben war.

Ich entledigte mich schnell meiner Hose und Schlüpfer. Erwartungsvoll öffnete ich die silbrige Verpackung und entnahm das Kondom. Nie zuvor in meinem noch Jungen Leben hatte ich ein derartiges Objekt real gesehen oder gar berühren können. Der Gummischutz war leicht ölig um dadurch wahrscheinlich die Gleitfähigkeit zu erhöhen, wenn man es dafür einsetzt, wofür es ursprünglich hergestellt worden war.  Ich war fasziniert und erregt zugleich.

Mein Glied war durch meine Phantasien schon prall erigiert, so dass ich direkt das Kondom ansetzen und zur Peniswurzel hin abrollen konnte. Nun war ich wegen meines pubertierenden Alters als Mensch noch nicht fertig ausgewachsen, so dass das Präservativ etwas zu groß im Durchmesser war. Dieser Umstand war aber nicht weiter tragisch und hinderte mich in keinster Weise daran mit der neuartigen Selbstbefriedigung fortzufahren. Ich wollte unbedingt wissen, wie es sich anfühlt, wenn sich das kleine Reservoir an der Spitze des Kondomes nach dem Höhepunkt mit Samenflüssigkeit füllt.

Durch meine im Vorfeld selbst geschaffene Erregung und die Faszination für das Neue, brauchte ich nur wenige rhythmische Handbewegungen um den ersehnten Orgasmus zu erreichen. Ich beobachte aufmerksam die Vorgänge rund um das Kondom und meinen sich entleerenden Penis. Danach entspannte ich noch ein paar Minuten, ohne dabei den Gummi vom Geschlecht zu entfernen. Erst als mein Glied völlig erschlafft war, nahm ich es ab und wickelte es samt der aufgerissenen Verpackung in mein mitgeführtes Stofftaschentuch.

Ich zog mich rasch an, verstaute das Taschentuch in meiner Gesäßtasche und schaute durch eine kleine Öffnung in der Hecke, ob der Waldweg frei von Passanten war. Das Glück war mir erneut hold und ich konnte ungestört mein illustres Versteck verlassen. Auf der Heimfahrt entsorgte ich das Taschentuch inklusive dem Inhalt in einem Müllcontainer und radelte zufrieden nach Hause. Das gerade Erlebte war so einzigartig und faszinierend für mich, dass ich noch Tage danach gern daran zurück dachte und auch den Ort des Geschehens noch mehrfach aufsuchte.

Proktologe

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